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12. Februar 2012
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Friedlicher Protest gegen Atommüll-Endlager

Bürgerinitiative Morsleben macht bei Kundgebung klar: "Wir glauben nicht daran, dass die Anlage sicher ist"

Von Jürgen Paxmann

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MORSLEBEN/HELMSTEDT. Für die Mitglieder der Bürgerinitiative Morsleben und Umweltschützer vom BUND Sachsen-Anhalt ist die Sache klar: Das Endlager für radioaktiven Abfall in Morsleben ist genauso ein Auslaufmodell – weil unsicher – wie die Anlage Asse I. Die Option einer Versiegelung der ehemaligen Salzbergwerke nur wenige Kilometer östlich von Helmstedt biete keine Langzeit-Sicherheit.

Die Diskussion darüber, ob und – wenn ja – wie der in Morsleben eingelagerte Atommüll im Salzstock für immer verbleiben kann, hat mit dem vom Bundesamt für Strahlenschutz beantragten Stilllegungsverfahren jetzt so richtig begonnen.

Der in Helmstedt gegründeten Bürgerinitiative (BI) Morsleben geht es nun um Aufklärung. Sie vertraut darauf, dass viele Bürger Einwendungen gegen die im Helmstedter Rathaus ausgelegten Stilllegungspläne erheben. "Verfüllen und Abdichten mit Beton kann nicht die Lösung sein", warnt Andreas Fox.

Der Gründer der Bürgerinitiative sprach am Sonnabend bei einer Kundgebung direkt vor den Toren des Endlagers, das vom Werkschutz und einem Großaufgebot an Polizeibeamten gesichert wurde. Die Protest-Kundgebung war angemeldet und löste sich nach einer Stunde friedlich auf. Es gab keine besonderen Vorkommnisse.

Das einzige laut vernehmbare Zeichen verursachten die 100 Teilnehmer am Ende der Veranstaltung, indem sie gleichzeitig aufgeblasene Luftballons platzen ließen – als Symbol dafür, dass die von der Bundesbehörde versprochene Sicherheit womöglich nur eine fragile Illusion darstellt.

Dem Aufruf an die Bürger, Einwendungen zu erheben und damit den Anspruch auf weitere Prüfung des Verfahrens zu wahren, fügte BI-Sprecher Fox drei weitere Appelle zu: "Wir hoffen, dass auch von den Städten und Gemeinden beidseits der Landesgrenzen kritische Stellungnahmen kommen. Zweitens: Wir brauchen finanzielle Mittel, um wissenschaftlichen Rat einzuholen. Drittens fordern wir langfristig den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie."

Denn kein Mensch wisse bis heute, wohin mit dem Atommüll. Einen weiteren Austausch der Argumente lieferte am Freitagabend die Podiumsdiskussion im Quellenhof in Bad Helmstedt.Seite 3

Montag, 26.10.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11163284/menuid/291584

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