Die Chefs setzen auf die TU Braunschweig
"Wirtschaftswoche": Personal-Verantwortliche küren die besten Universitäten
BRAUNSCHWEIG. "Krönung der üblichen Verdächtigen", titelte "Spiegel online". Die "Wirtschaftswoche" selbst, Auftraggeber des neuesten Uni-Rankings, textete schlicht: "Die besten Hochschulen".
Ob dies so ist und ob es durch Ranglisten gemessen werden kann, darüber gehen die Meinungen auseinander. Immerhin ist die Hitparade der "Wirtschaftswoche" hochinteressant: Schließlich waren es 800 deutsche Personalchefs der wichtigsten Unternehmen, die hier ihr Urteil abgaben. Die kennen sich mit Hochschulabsolventen natürlich gut aus.
Wer bei ihnen gut abschneidet, gilt schon mal als wahre Elite. Zumindest ist hier die Ausgangslage glasklar. Die Personaler haben unmissverständliche Kriterien: Sie machens halt wie bei der Einstellung, schauen auf Examensnote, Praktika, Sprachkenntnisse, Auslandserfahrung. Und vor allem setzen sie auf gute Erfahrungen, die sie mit Hochschulabsolventen gemacht haben. Oder eben schlechte.
Hier spielt also nicht "Reputation" eine Rolle, wie sie in anderen Rankings schon mal für Missfallen sorgt, weil ganz andere Faktoren als Leistung in Forschung und Lehre bei dieser Beurteilung eine Rolle spielen können. Die Personal-Verantwortlichen hingegen haben einen ganz einfachen Geschmack: Sie wollen nur die Besten.
Da macht es sich gut, dass nach mancher Schlappe in allerlei Ranglisten die hiesige TU Braunschweig doch ausgerechnet hier ausgezeichnet da steht: Rang 5 und damit bei den Ingenieurwissenschaften, dem Rückgrat einer Technischen Universität, in der Elite. Immerhin auch Rang 7 bei den Wirtschaftsingenieuren und damit auch hier ein Top-Ten-Platz. "Das ist ein wichtiges Ranking, weil es etwas über das Renommee und die tatsächliche Reputation einer Universität aussagt", freut sich Braunschweigs TU-Präsident Prof. Dr. Jürgen Hesselbach.
Endlich mal gute Nachrichten, möchte man da sagen. Der Mann liegt ja immer noch im Clinch mit den Machern der Rangliste des "Centrums für Hochschulentwicklung" (CHE). Die hatten ausgerechnet Braunschweigs renommierte Maschinenbauer aus der Elite verbannt sich zuvor allerdings bei der Höhe der eingeworbenen Drittel gründlich verrechnet. Der Protest läuft.
Das Urteil der Chefs hingegen kann als dicker Pluspunkt verbucht werden. Übrigens sind die Ergebnisse hier seit Jahren stabil, es handelt sich offenbar um gesichertes Erfahrungswissen. Da steigt man nicht so einfach auf und ab. Hesselbach: "Es zeigt sich, was die Absolventen wirklich leisten."













