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19. März 2010
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"Braunschweig soll Deutschlands Nr. 1 im Bauen werden"

Von Jürgen Hesselbach*

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Wie sieht die Zukunft des Bauingenieurwesens und der Physik an der TU Braunschweig aus? Die langfristigen Zielsetzungen bis zum Jahr 2020 sind jetzt entwickelt. Über künftige Studienangebote und Forschungsschwerpunkte ist noch nicht entschieden: Darüber werden sich alle betroffenen Gremien in den nächsten Monaten intensiv beraten.

Das Modell der Niedersächsischen Technische Hochschule (NTH) wird derzeit viel diskutiert. Unter dem Stichwort NTH wird von der Stärkung des Bauingenieurwesens und von der Verkleinerung und fachlichen Konzentration der Physik an der TU Braunschweig gesprochen. Was ist die NTH wirklich? Die NTH ist weder das Pseudonym für eine weitere Kürzungsrunde an den niedersächsischen Hochschulen noch ein Wunderhorn, das ohne weiteres neue Geldquellen eröffnen wird.

Und die NTH wird unsere Carolo-Wilhelmina keinesfalls ersetzen oder vereinnahmen! Kein Student und keine Studentin der TU Braunschweig werden das Studium abbrechen oder anderswo fortzusetzen müssen! Kein Mitarbeiter und Mitarbeiterin werden zwangsversetzt oder entlassen!

In enger Abstimmung mit dem Ministerium sowie den Hochschulleitungen der Universität Hannover und der TU Clausthal hat das Präsidium am 13. Februar beschlossen, dass mittel- bis langfristig ein Abgleich zwischen den Bereichen Bauingenieurwesen und Physik der TU Braunschweig und der Universität Hannover stattfinden soll – mit dem Ziel, das Bauingenieurwesen in Braunschweig und die Physik in Hannover zu stärken.

Nur so wird es gelingen, in Braunschweig dauerhaft Deutschlands Fakultät Nummer eins im Bauen zu etablieren.

Ebenso wird eine international sichtbare Physik in Hannover entstehen können, die auch für Braunschweiger Physiker Perspektiven eröffnet. Gleichzeitig schließt es nicht aus, dass es neben der Grundversorgung, die in jedem Fall an der TU Braunschweig erhalten bleibt, eine zwar kleine, aber spezialisierte Physik geben wird, die deutlich besser mit dem Forschungsumfeld von PTB, DLR und anderen TU-Schwerpunkten vernetzt ist und dann ebenfalls bundesweit ausstrahlen kann.

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt weder über das künftige Studienangebot noch über die Schwerpunktbildung in den betroffenen Fächern entschieden.

Wir werden in den kommenden Monaten viele Diskussionen führen und alle Beteiligten anhören. Dazu gehört auch, dass wir unsere Partner in den anderen Braunschweiger Forschungseinrichtungen als Berater einbeziehen. Die Entwicklungsplanung mit allen Fakultäten, insbesondere mit den Fakultäten Architektur, Bauen und Umwelt sowie Elektrotechnik und Physik, startet zum Sommersemester.

Im Sommer werden sich zunächst die neue Strategiekommission und dann der Senat intensiv mit dem Thema befassen. Erst danach kann das Präsidium über die Umsetzung beschließen. Abschließend muss der Hochschulrat dem Beschluss zustimmen."

*Vorabdruck eines Leitartikels des TU-Präsidenten für den "TU-Newsletter" in Auszügen.

Donnerstag, 01.03.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/6470930/menuid/291585

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