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12. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Haus der Wissenschaft - Treffpunkt mit Weitblick

Die Serie "Architektur heute" ist eine Gemeinschaftsproduktion der Architektenkammer Niedersachsen und unserer Zeitung.

Von Tobias von der Weyhe

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Das Haus der Wissenschaft ist nicht nur ein Veranstaltungszentrum für zahlreiche örtliche und regionale wissenschaftliche Einrichtungen.

Das als nachhaltiges Projekt zur Ernennung Braunschweigs als Stadt der Wissenschaft eröffnete Haus ist nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten und nicht zuletzt aufgrund der Einbeziehung eines Restaurants in den Gewölbesaal ein beliebter Treffpunkt geworden.

Das Haus der Wissenschaft befindet sich in den oberen Etagen des denkmalgeschützten Hauptgebäudes der früheren pädagogischen Hochschule. Das turmartige Bauwerk, entworfen von Emil Herzig und 1937 fertig gestellt, ist ein markantes Beispiel des norddeutschen Backsteinexpressionismus.

Der architektonisch attraktive Gewölbesaal im sechsten Stock mit nach Norden und Süden ausgerichteten Terrassen war einst eine Ehrenhalle. Zuletzt wurde er vor dem Umbau als Lager und provisorischer Musikraum genutzt. Hinter einer Zwischenwand war Lüftungstechnik untergebracht.

Der Gewölbesaal wurde durch Entfernen der Zwischenwand räumlich erweitert. Die dahinter verborgene Technik wurde ein Stockwerk höher untergebracht.

Symmetrisch angeordnete und bis zum Umbau verdeckte Giebelfenster, das mittlere sechs Meter hoch, spielen für das Raumerleben jetzt wieder eine wichtige Rolle. Noch stilbildender sind neben der Gewölbedecke aber die zu den Terrassen angelegten Spitzbogenfenster.

Der Fenster- und Gewölbeform nachempfunden wurde ein vier Meter hohes, als elyptischer Bogen gestaltetes und mit Eichenfurnier verkleidetes freistehendes Tresenelement. "Durch den skulpturalen Charakter wird bei Integration gastronomischer Funktionen die sakrale Raumwirkung verstärkt, sagt Architekt Rainer Ottinger von den O.M. Architekten.

In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Baumanagement gelang es ihm, durch besonderen Wandputz sowie Schlitz- und Lochelemente im Tresenkorpus die Akustik in dem Gewölbesaal zu optimieren.

Neu gestaltet wurde auch die Etage unterhalb des Saals. Dort wurde ein großer Seminarraum geschaffen, der durch eine mobile Trennwand geteilt werden kann. Außerdem wurde ein neuer Sanitärbereich eingerichtet.

Eine wesentliche Baumaßnahme war die Fortführung des nördlichen Treppenhauses bis ins sechste Obergeschoss. Das wurde erreicht durch einen Deckendurchbruch auf die nördliche Terrasse. Eine wie frei schwebend wirkende Stahltreppe führt in einen Stahl-Glas-Aufbau auf dieser Terrasse und erfüllt gleichzeitig die Funktion eines notwendigen Fluchtwegs.

Das Haus der Wissenschaft ist am Tag der Architektur am 27. Juni zu besichtigen.

Samstag, 10.04.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12059514/menuid/291622

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