Warum ist die Hasenpest für Menschen so gefährlich?
Die Tularämie ist eine schon lange als Hasenpest bekannte Infektionskrankheit. Verursacht wird sie durch ein hoch infektiöses Bakterium Francisella tularensis. Hauptsächlich kann es in Hasen und Wildkaninchen nachgewiesen werden, kommt aber auch bei anderen Wirbeltieren vor.
Der Erreger kann in gefrorenem Hasenfleisch bis zu drei Jahre, in gefrorenem Boden mehrere Wochen überleben. Übertragen wird es durch blutsaugende Insekten wie Zecken und Stechmücken oder durch Kontakt mit infizierten Tieren. Möglich ist auch eine Infektion durch das Einatmen von bakteriell belasteten Tröpfchen oder erregerhaltigem Staub. Krankheitsanzeichen sind Fieber, Schüttelfrost sowie Lymphknotenschwellungen. An der Eintrittsstelle können sich kleine Geschwüre bilden. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich sein. Besonders Jäger und Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, sind gefährdet. Die Tularämie ist antibiotisch behandelbar. Seit 1999 steigt die Zahl der gemeldeten Infektionen.













