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14. Februar 2012
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Unentbehrlicher Kompost

Entscheidend ist, wie der Kompost aufgesetzt wird – Naturnahe Bewirtschaftung schafft fruchtbare Böden

Von Wolfgang Moritz, Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde

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Als Bodenverbesserer und als Grund-Düngung ist Kompost im Kleingarten unentbehrlich. Kompost ist ein natürliches Bodenverbesserungsmittel, er fördert die Bodengesundung und steigert seine Fruchtbarkeit.

Boden mit organischen Kompostanteilen unterstützt und ernährt die sauerstoffliebenden Bodenorganismen, die den Boden lockern und eine günstige Bodenstruktur fördern.

Der dauerhafte Kreislauf dieser naturnahen Bewirtschaftung belebt den Boden und schafft eine dauerhafte Fruchtbarkeit. Kompost ist nicht gleich Kompost, ganz entscheidend ist, wie das Kompostgut aufgesetzt wurde. In einem alten Gartenbuch habe ich zehn Regeln für den Kompost nachgelesen:

Zu kompostierendes Material niemals in eine Grube legen. Es kann keine Luft an das Material. Kompost ohne Luft = Fäulnis und Gestank.

Niemals nach allen Seiten geschlossene Behälter verwenden, es fehlt die Luftzufuhr.

Niemals einen Komposthaufen auf einer Unterlage aus Stein oder Beton aufsetzen. Er braucht Erdanschluss zur Vermeidung von Staunässe.

Grobes Material etwa 20 cm hoch als unterste Schicht, dann feinere organische Gartenabfälle schichtweise oder gemischt darauflegen, Grasschnitt ganz dünn einstreuen, Fäulnisgefahr!

Als Zusatz eventuell normale Gartenerde, Komposterde oder einen Kompostbeschleuniger dünn über die einzelnen Schichten streuen, durchmischen und leicht anfeuchten.

Keine Nahrungsmittel oder Fleischreste vom Grillen eintragen, die Gefahr, Ungeziefer anzulocken, ist groß.

Vollkommene Trockenheit vermeiden, Mikroorganismen benötigen Feuchtigkeit.

Den Kompost nicht zu sehr befeuchten, nasses Material fault und stinkt.

Zwiebelschalen, Schnittlauchreste, Kaffeesatz sind ideales Wurmfutter, Phlox und Holunder sollen die Regenwurmvermehrung fördern.

Den Haufen abdecken, um Wärmeentwicklung zu fördern, um Feuchtigkeits- und Stickstoffverluste zu vermeiden.

Im Großen und Ganzen kann man auch heute noch diese alten Empfehlungen anwenden, aber bei der Zubereitung und der Anwendung sollten einige Regeln beachtet werden.

Gemischte Gartenabfälle werden gesammelt, vermengt und je nach Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis gemischt. Bei einem Verhältnis 30:1 verrotten die Abfälle optimal. Holzhäcksel hat ein weites und Rasenschnitt ein sehr enges Mischungsverhältnis. Grünmasse und Holzhäckselgut muss in einem gut verrottbaren Verhältnis vermengt werden. Hornspäne haben ein Verhältnis von 0,8:1, Rasenschnitt 12:1, Kartoffelkraut 30:1, Stroh 100:1 und Holzhäcksel 200:1, diese Materialien im richtigen Verhältnis ergeben den besten Kompost.

Befallene Laubabfälle und Unkräuter können bis auf Kohlhernie, Monilia, krebsbefallenes Schnittgut und samentragende Unkräuter ruhig kompostiert werden. Bedingung ist das mehrmalige Umsetzen des Komposthaufen. Dieses beschleunigt die gleichmäßige Kompostierung. Die Grunddüngung im Frühjahr sollte auf der Gartenfläche nicht mehr als 2 bis 3 Zentimeter dick aufgetragen werden.

Samstag, 28.08.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12848300/menuid/3535718

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