"Merkel muss ein Signal an die Griechen geben"
Die Griechen brauchen nicht unser Geld, aber sie brauchen unsere Solidarität: Mit dieser Botschaft ist die Grünen-Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon (Goslar-Northeim-Osterode) von einem Informationsbesuch in Athen zurückgekehrt.
Parlamentspräsident Philippos Petsalnikos und andere Gesprächspartner aus Politik und Wirtschaft hätten ihr versichert, benötigt werde kein Geld, aber die Gewissheit, dass Deutschland und die EU die Reformen positiv begleiteten und das Land nicht fallen ließen.
"Es geht um ein psychologisches Signal", sagte die Europa-Expertin unserer Zeitung. Dies habe sie auch der Bundeskanzlerin schriftlich mitgeteilt, die heute Ministerpräsident Giorgos Papandreou empfängt. Die Grüne: "Papandreou hat eine Mission, das hat mich begeistert". Das Land sei zu umfassenden Reformen, zur Abkehr von der "katastrophalen Wirtschaftspolitik" entschlossen.
Der erhobene Zeigefinger helfe nicht. Als europäischen Beitrag hält Cramon Bürgschaften für denkbar, um Spekulationen auf einen Staatsbankrott zu stoppen.













