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01. August 2010
2-Tage-Vorschau

Der Prozess, die Zeugen, die Termine

VW-Affäre: Volkert und Gebauer vor Gericht

Von Henning Noske

Es wird der mit Spannung
erwartete Höhepunkt der juristischen Aufarbeitung der
VW-Affäre. Vom 15. November an wird im Braunschweiger Landgericht gegen die Haupt-Beschuldigten Klaus Volkert und Klaus-Joachim Gebauer verhandelt.

Die Termine

Donnerstag, 15. November, 10 Uhr: Der Prozess beginnt. Die Anklage wird verlesen. Die Angeklagten Klaus Volkert und Klaus-Joachim Gebauer nehmen dazu Stellung.

Montag, 26. November: Die Stellungnahmen der Angeklagten werden fortgesetzt.

Mittwoch, 28. November: Die Beweisaufnahme beginnt. Den Auftakt machen fünf Zeugen aus der VW-Konzern-Revision und der Besoldungsstelle.

Dienstag, 18. Dezember: Fünf Zeugen werden vernommen, auch Ex-Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster und die Lebensgefährtin von Klaus-Joachim Gebauer.

Donnerstag, 20. Dezember: Ex-VW-Personalvorstand Peter Hartz wird als Zeuge vernommen.

Dienstag, 8. Januar 2008: Günter Lenz, Ex-VW-Betriebsratschef von Hannover, und Ex-Betriebsrats-Geschäftsführer Hans-Jürgen Uhl sowie drei Gebauer-Sekretärinnen werden als Zeugen vernommen.

Mittwoch, 9. Januar: Der frühere VW-Vorstandsvorsitzende und heutige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und das Ex-Vorstandsmitglied Jens Neumann werden als Zeugen vernommen.

Mittwoch, 16. Januar: Staatsanwaltschaft und Verteidiger plädieren.

Donnerstag, 24. Januar: Die Wirtschafts-Strafkammer des Braunschweiger Landgerichts verkündet das Urteil.

Die Zeugen 

Die Zeugen-Liste ist lang. Nicht nur die Ex-SPD-Abgeordneten in Bund und Land, Hans-Jürgen Uhl und Günter Lenz, müssen aussagen. Auch Ex-VW-Vorstand Jens Neumann und der amtierende Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piëch sind als Zeugen ebenso geladen wie Sekretärinnen, Mitarbeiter und ein Arzt.

In den vergangenen Wochen und Monaten glühten die Telefondrähte, denn es ging um die Abstimmung der Termine. Die geladenen Zeugen müssen tatsächlich kommen, sonst haben sie ein Problem.

"Wer nicht erscheint, wird von der Polizei abgeholt" verdeutlicht der Sprecher des Braunschweiger Landgerichts, Richter Ingo Groß.

Es waren unter anderem die Termin-Abstimmungen, die zur späten Prozess-Ansetzung führten. Im Resultat soll das Urteil nun tatsächlich drei Tage vor der Landtagswahl am 27. Januar 2008 verkündet werden.

Die Zuschauer

Für Zuschauer gibt es 48 Sitzplätze. Wenn sich an Prozess-Tagen um 8 Uhr die Türen zum Gerichtsgebäude in der Braunschweiger Münzstraße öffnen, werden 48 Sitzplatzkarten ausgegeben. Wer in der Warteschlange vorn stehen will, muss sich früh anstellen.

Donnerstag, 18.10.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7441713/menuid/472005

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