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14. Februar 2012
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GASTKOMMENTAR: Vorrang für Forschung!

Von Martin Neumann

Als rohstoffarmes Land lebt Deutschland vom Wissen der Menschen, von ihrem Erfinderreichtum und von Innovationen in der Wirtschaft. Forschung, neue Technologien und Innovationen bilden die Grundlage für heutigen und künftigen Wohlstand unserer Gesellschaft. Sie sind die Quellen von wirtschaftlichem Erfolg, von Wachstum und Beschäftigung.

Doch der Hochtechnologiemarkt ist international hart umkämpft. Gerade aus den Schwellenländern, wie China und Indien, nimmt die Konkurrenz zu. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und auszubauen, brauchen wir gute Rahmenbedingungen für die Forschung und die Entwicklung (FuE) neuer Produkte.

In Deutschland muss ein Forschungsklima geschaffen werden, das es der Wirtschaft erlaubt, noch besser und schneller Innovationen hervorzubringen, die schließlich zu Leittechnologien führen und so den Hochtechnologiemarkt prägen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP auf eine gezielte steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung aller in Deutschland forschenden Unternehmen.

Diese für Deutschland neue Form der FuE-Förderung schafft zusätzliche Liquiditätsspielräume in den unternehmen für eigene Vorhaben und löst zusätzliche Forschungsimpulse in großen sowie in kleinen und mittleren Unternehmen aus. Für die forschenden Unternehmen ist das auch ein weiteres Argument, sich für den Standort Deutschland zu entscheiden. Gerade in der Wirtschaftskrise, die noch nicht überstanden ist, brauchen wir neue Ideen und neue Produkte, die Wachstum und Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Das ist eine Chance für Deutschland, aus der globalen Krise gestärkt hervorzugehen.

Aber auch das deutsche Wissenschaftssystem muss sich den veränderten globalen Bedingungen anpassen, damit Deutschland seinen Spitzenplatz als drittgrößte Industrienation in der Welt halten kann und wettbewerbsfähig bleibt. Um die dringend benötigte Innovationskraft der Wissenschaft voll zu entfalten, brauchen wir eine neue Kultur im deutschen Wissenschaftssystem. Mit dem von den Koalitionsfraktionen geplanten Wissenschaftsfreiheitsgesetz soll der Wissenschaft und der Wirtschaft mehr Raum gegeben werden. Ziel ist es, staatlich verordnete Forschungsverbote abzuschaffen, bürokratische Hemmnisse abzubauen sowie Forschung und Lehre wieder enger zusammenzuführen.

So kann die Leistungsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems im internationalen Wettbewerb gestärkt werden. Die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen müssen erweitert, und dabei die Eigenverantwortung der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in den Forschungseinrichtungen gestärkt werden.

Deutschland braucht ein positives Forschungsklima, das frei von bürokratischen Hürden und ideologischen Debatten ist. Deutschland, das Land der Ideen, braucht den Raum für Innovation und Forschergeist, denn das ist es, was uns weltweit Anerkennung verschafft.

Montag, 15.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11922472/menuid/472071