KOMMENTAR: Ein Machtwort
Alles klar für die NTH – die Niedersächsische Technische Hochschule. Wie geplant, soll sie 2009 starten, zunächst mit Sitz in Braunschweig, dann in Clausthal und Hannover. Wie geplant, soll die NTH ihre Professoren selbst berufen können. War da was?
Na klar, und es ist auch noch nicht ausgestanden. Nachdem die drei niedersächsischen Hochschulen für die NTH zwei Jahre lang gemeinsame Sache machten, ruderte Hannovers Uni-Präsident im letzten Moment zurück. Kabinett und Ministerpräsident sprachen jetzt ein Machtwort, wollen die NTH trotzdem durchdrücken. Basta! Was so anfängt, steht wohl unter keinem guten Stern.
Zu allem Überfluss steckt das Prestige-Projekt nun auch noch im Parteien-Streit fest. Ausgerechnet die frühere Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn stänkert gegen die NTH. Gerade ihr hätte man doch einen Horizont zugetraut, der die engen Grenzen ihres Hannoveraner Wahlkreises übersteigt.
Denn mit der NTH verliert ja nicht Hannover auf Kosten Braunschweigs oder Clausthals. Alle geben und nehmen. Sie tun dies in der Hoffnung, echte Stärken ganz nach vorn zu bringen und Schwächen abzustellen. Allerdings funktioniert das nur, wenn sich diese drei Partner wirklich einig sind. Und danach sieht es im Moment leider nicht aus.













