KOMMENTAR: Der amerikanische Traum
Die Bundesrepublik, Europa und die Welt blicken gebannt nach Amerika. Barack Obama hat das Bild des hässlichen Amerikaners über Nacht weggewischt. Er hat das Amt noch nicht angetreten, doch er hat seiner Nation schon einen unschätzbaren Dienst erwiesen: Die USA, die wahrlich genug Probleme haben, blicken nach vorn.
Jene, die diese große Nation abgeschrieben haben, haben es sich zu leicht gemacht. George W. Bush ist nicht Amerika. Obama wird die Fehler des Amtsvorgängers korrigieren. Das wird dauern, aber es kann gelingen.
Die Euphorie, die der Sieg des schwarzen Senators aus Illinois auslöst, ist Ausdruck der Sehnsucht, dass der amerikanische Traum nicht sterben darf. Es ist der Traum von Freiheit und Glück, von Neubeginn und Wandel. Gewiss, die Begriffe sind hohl geworden, sie klingen abgedroschen, weil sie von den Mächtigen immer wieder missbraucht wurden. Aber Ziele werden durch die Wirklichkeit nicht obsolet.
Die Amerikaner haben sich für die Hoffnung entschieden. Sie zeigen, was dieses Land auszeichnet. Es ist der Optimismus, den Obama auf die Formel brachte: "Ja, wir können es!"
Amerika sieht Probleme als Herausforderung, Krisen als Chance und Ratlosigkeit als eine Grundlage der Erneuerung.













