Peter Sarno behält im Penalty-Krimi die Nerven
Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg gewinnt in Nürnberg mit 4:3
NÜRNBERG. Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg hat in Nürnberg einen 4:3-Auswärtssieg eingefahren. Die Entscheidung fiel allerdings erst im Penaltyschießen. Nach 60 Minuten hatte es 3:3 gestanden.
Dabei hatten die Wolfsburger zehn Minuten vor Schluss mit 3:1 durch Tore von Sebastian Furchner (7. Minute), Kai Hospelt (43.) und Jan-Axel Alavaara (46.) geführt. Nürnberg schien trotz des zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichs von Brad Leeb (33.) klar auf der Verliererstraße.
Durch Undiszipliniertheiten brachten die Grizzlys die Hausherren aber wieder zurück ins Spiel. Insgesamt 20 Strafminuten kassierte der EHC in der regulären Spielzeit. Vor allem im letzten Drittel holte sich das Team von Trainer Toni Krinner unnötige Strafen ab. Folge: Andre Savage (50.) und Dan Spang (55.) retteten Nürnberg mit ihren Toren in die Verlängerung.
Dort fielen dann keine Treffer und somit auch keine Entscheidung. Im anschließenden Penaltyschießen hatten die Wolfsburger die besseren Nerven. Während Savage beim dritten Schuss scheiterte, verwandelte Peter Sarno und sicherte seinem Team einen Extrapunkt.
Die Nürnberger erwischten im ersten Drittel den besseren Beginn. Schwungvoll starteten die Gastgeber in die Partie, große Möglichkeiten ergaben sich aber nicht. Die beste Chance hatte noch Björn Barta (2.), der an Daniar Dshunussow scheiterte. Der EHC hielt sich im ersten Drittel zuerst etwas zurück, war dann aber brandgefährlich. Furchner nutzte die erste gute Möglichkeit zur Führung. Die Hausherren verloren in Überzahl den Puck an der blauen Linie, Jason Ulmer legte quer.
Danach waren die Grizzlys besser. Die Chancen zum 2:0 vergaben Christoph Höhenleitner (10.) und nochmals Furchner (16.). Beide scheiterten an Nürnbergs Torwart Patrick Ehelechner. Von der blauen Linie versuchten es kurz vor der Drittelpause Mike Green und Alavaara.
Im zweiten Drittel besaßen die Nürnberger erneut ein optisches Übergewicht, die Wolfsburger aber wieder die besseren Chancen. Ken Magowan hatte die erste Möglichkeit. Der Puck blieb aber im Schoner von Ehelechner hängen (21.). Vier Minuten später war es Furchner, der eine tolle Wolfsburger Kombination direkt abschloss. Wieder war beim Nürnberger Schlussmann Endstation.
Die Quittung gab es in der 33. Minute: Im Powerplay spielte Barta den Puck vors Tor, Brad Leeb brauchte den Schläger nur noch hinzuhalten. Die Reaktion der Grizzlys? Höhenleitner hatte eine Doppelchance, aber wieder stand Ehelechner dem Erfolg im Wege. Selbst als der EHC am Schluss des Drittels 69 Sekunden 5 gegen 3 spielte, gelang kein Treffer.
Im letzten Drittel überschlugen sich die Ereignisse. Hospelt und Alavaara schossen den EHC auf die Siegerstraße, doch Nürnberg kam überraschenderweise nochmal zurück. Erst im Penaltyschießen machten die Grizzlys dann den Erfolg perfekt.











