Wenn zwei Trainer sich streiten...
Augsburgs Larry Mitchell tritt nach Eishockey-Spitzenspiel in Wolfsburg gegen EHC-Coach Toni Krinner nach
WOLFSBURG. Knatsch in der Deutschen Eishockey-Liga: Das Spitzenspiel zwischen Wolfsburg und Augsburg ist seit Sonntagabend eigentlich zu Ende, doch das Duell der Trainer geht auch nach dem Schlusspfiff weiter.
"Wenn ich einen Ruf hätte wie Toni Krinner, würde ich an seiner Stelle ganz ruhig sein", zitiert die Augsburger Allgemeine Zeitung Panther-Trainer Larry Mitchell. "Es ist ligaweit bekannt, dass Wolfsburger Spieler zuerst den sterbenden Schwan spielen, um im nächsten Wechsel einen Gegenspieler umzufahren", heißt es in dem Bericht weiter was für ein Vorwurf gegen EHC-Trainer Krinner.
Der war bereits während des Spiels mit Mitchell aneinandergeraten. Auslöser: Wolfsburgs Kai Hospelt lag verletzt auf dem Eis, und Augsburgs Trainer warf dem EHC-Stürmer vor, er simuliere nur. Das brachte Krinner auf die Palme. Die beiden Trainer standen sich an der Bande Auge in Auge gegenüber, mussten zurückgehalten werden. "Wenn er mit einer Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden ist, ist das okay. Aber wenn er meine Spieler angeht, lasse ich das nicht zu. Das ist respektlos", erklärt Krinner die Situation aus seiner Sicht.
Nicht gerade von Stärke zeugt auch Mitchells Reaktion nach dem Spiel. Der Augsburger Trainer ließ die Pressekonferenz sausen, schickte seinen Co-Trainer Duanne Moeser. Ein Verhalten, das Krinner einfach nur unprofessionell findet. "Dass er hier nicht erscheint, ist äußerst schwach", sagte der Wolfsburger Trainer. "Wir sind seit Jahren die fairste Mannschaft der Liga. Mitchell sollte sich lieber auf seine Mannschaft konzentrieren, da hat er genug zu tun", legte er nach.
Die Antwort des Augsburgers folgte einen Tag später in der Zeitung. "Ich habe bereits am Sonntag alles gesagt, wenn er einige Stunden länger braucht darüber nachzudenken, ist das seine Sache", so Krinner. "So einen Schwachsinn kommentiere ich nicht", meinte er gestern. Für ihn ist das Thema damit erledigt. "Larry Mitchel ist mir nicht wichtig genug, dass ich mich noch einen Tag nach dem Spiel mit ihm beschäftige. Wir haben gewonnen. Das ist entscheidend." Das wird wahrscheinlich auch dem Augsburger Coach klar sein. Sonst hätte er sich nach dem Spiel nicht als so schlechter Verlierer gezeigt.











