Wieder nur ein Tor EHC kassiert dritte Pleite in Folge
Wolfsburger verlieren in Hamburg 1:3 Milleys Treffer sorgt kurz für Hoffnung
HAMBURG. Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg schwächelt kurz vor dem Start in die Play-offs. Bei den Hamburg Freezers kassierte das Team von Trainer Toni Krinner die dritte Niederlage in Folge, verlor mit 1:3 (0:1, 0:1, 1:1).
Die Tore für die Hamburger schossen Peter Ratschuk (7.), Stephan Retzer (32.) und John Tripp (60.). Für den EHC traf Norm Milley (45.) und sorgte im letzten Drittel kurzfristig für Hoffnung bei den Wolfsburgern. Für die Wende reichte der Treffer aber nicht mehr.
Die Anfangsphase verschlief der EHC völlig. Die Wolfsburger waren nicht griffig genug in den Zweikämpfen, spielten in der Offensive ohne Struktur und zeigten insgesamt eine sehr schwache Leistung. Erst nach der Hamburger Führung wachten die Grizzlys auf, wurden zumindest etwas besser.
Chancen waren dennoch Mangelware. Viermal schoss der EHC im ersten Drittel aufs Tor, eine hundertprozentige Möglichkeit war jedoch nicht dabei. Deshalb hatte Freezers-Schlussmann Robert Goepfert auch keine Mühe, die Versuche von Paul Mc Ilveen (10.), John Laliberte (17.), Ken Magowan und Radek Krestan (19.) zu vereiteln.
Auch im zweiten Drittel wurde es aus Wolfsburger Sicht nicht besser. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Scheibenbesitz als die Hamburger, im Ergebnis schlug sich das aber nicht nieder. Der EHC schoss Goepfert richtig warm. Hamburgs Torwart parierte gegen Norm Milley (24.), Kai Hospelt (38.) und Andreas Morczinietz (40.). Die beste Möglichkeit für den EHC hatte allerdings Sebastian Furchner. In der 31. Minute profitierte er von einem dicken Patzer von Mathieu Biron, lief allein aufs Tor zu, fand aber ebenfalls in Goepfert seinen Meister. Im Gegenzug zeigten die Hamburger, wie es gemacht wird. Sie spielten einen Konter über Francois Fortier perfekt aus. Retzer sorgte für das 2:0 (32.). EHC-Keeper Reimer, zuvor nur von Fortier (21.) geprüft, hatte keine Chance.
Dabei zeigten die Hamburger alles andere als eine überragende Leistung. Die Gastgeber taten wenig für die Offensive, lauerten ausschließlich auf Konter. Und in der Abwehr offenbarten die Freezers die eine oder andere Unsicherheit, doch die Wolfsburger konnten daraus kein Kapital schlagen. Wenn sie zu Chancen kamen, scheiterten sie an Goepfert, der seine Mannschaft auf Siegkurs hielt.
Hoffnung schöpften die Grizzlys nach dem Anschlusstreffer von Milley (45.). Das Tor fiel in der ersten Überzahl des EHC. Hospelt schoss von der blauen Linie, Milley staubte im Gewühl ab. Beim Spiel 5 gegen 5 tat sich der EHC anschließend aber weiter schwer, sich Chancen zu erarbeiten. Im Gegenteil: Nun war Torwart Reimer gefordert. Er parierte mehrmals gut, verhinderte die Vorentscheidung zu Gunsten der Hamburger.
Die kassierten 93 Sekunden vor Schluss nochmal eine Strafzeit die Chance für den EHC. Trainer Toni Krinner nahm eine Auszeit und brachte anschließend den sechsten Feldspieler für Reimer. Die Grizzlys setzen die Freezers zwar gut unter Druck, das Tor machten aber die Hausherren. Laliberte spielte Tripp die Scheibe genau in den Schläger, und der Hamburger traf 21 Sekunden vor Schluss ins leere EHC-Tor.













