Negativtrend gestoppt: EHC erkämpft drei Punkte
Wolfsburg siegt 5:4 in Krefeld und hat weiter Topchancen aufs Play-off-Viertelfinale
KREFELD. Die kleine Niederlagen-Serie ist gestoppt. Nach zuvor drei sieglosen Spielen gewann Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg gestern in Krefeld mit 5:4 (0:0, 2:2, 3:2) und hat weiter beste Chancen auf die direkte Qualifikation für die Play-offs.
Hohe Laufbereitschaft und Zweikampfhärte hatte Trainer Toni Krinner zuletzt vermisst und nun gefordert. Selten setzte ein Team die Forderungen seines Coaches so exakt um, wie es die Grizzlys gestern taten. Von der ersten Sekunde an spielten sie hart auf den Körper und erkämpften sich die drei Punkte.
Paul Traynor (25. Minute), Ken Magowan (27.), Kai Hospelt (42.), Blake Sloan (43.) und John Laliberte (45.) trafen für den EHC. Für die gastgebenden Pinguine waren vor 3618 Zuschauern Michael Endraß (21.), Sinan Akdag (39.), Charlie Stephens (43.) und Benedikt Schopper (51.) erfolgreich.
5:3 führten die Wolfsburger nach 45 Minuten bereits. Doch am Ende zitterten sie sich zum Sieg. EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf gab hinterher erleichtert zu: "Die letzten Minuten waren nicht schön. Es war ein hartes Stück Arbeit."
Im torlosen ersten Drittel waren die Gäste die aktivere Mannschaft. Jan-Axel Alavaara (8.) vergab die beste Chance zur Führung.
Im Mittelabschnitt nahm die Aggressivität noch zu und es fielen Tore. Endraß traf bei angezeigter Strafe gegen den EHC. Traynor beendete nach 21 Spielen ohne eigenen Treffer seine Torflaute. Magowan gelang in Unterzahl sein 28. Saisontor, ein Treffer fehlt ihm noch, um seinen DEL-Hauptrunden-Rekord aus der Vorsaison einzustellen. Und: Akdag traf drei Sekunden vor Ablauf der Krefelder Überzahl zum 2:2-Zwischenstand.
"Es wird giftig, es sind viele Emotionen im Spiel. Es geht um viel", sagte EHC-Verteidiger Christopher Fischer im Pausen-Interview beim Pay-TV-Sender Sky. "Aber wenn wir noch eine Schippe drauflegen, gewinnen wir." Fischer behielt Recht. Zu Wiederbeginn legten beide Teams einen heißen Tanz aufs Eis. Zur Veranschaulichung die Höhepunkte mit Angabe der Spielsekunden: Beim 3:2 (41:31 Minuten) verbuchte Hospelt seinen 100. DEL-Hauptrunden-Punkt. Nach Stephens 3:3 (42:36) vergewisserte sich der Schiedsrichter mit Hilfe des Videobeweises. Sloans 4:3 (42:50) hätte nicht zählen dürfen. Norm Milley behinderte Krefelds Torwart Danijel Kovacic im Torraum. John Laliberte (44:50) erhöhte auf 5:3.
Kurz darauf hätte der EHC alles klarmachen müssen. Akdag (46:02) erhielt nach einem Foul an David Sulkovsky, der an der Lippe blutete, aber weiterspielen konnte, eine Spieldauerstrafe. In der anschließenden fünfminütigen Überzahl spielte der EHC zu verhalten. Die dezimierten Pinguine kamen bei einem Konter sogar zu einem Lattentreffer durch Stephens (49.). Dann musste auch noch Jason Ulmer für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Powerplay war verpufft. Beim folgenden 4 gegen 4 verkürzte Schopper auf 5:4.
Mit Glück und Geschick verteidigten die Grizzlys aber den Vorsprung, zitterten sich zum Sieg ihrem ersten überhaupt in Krefeld.













