Diagnose Bandscheibenvorfall bestätigt
Verletzter EHC-Profi Sasa Martinovic wird aber konservativ behandelt Im Optimalfall nur drei Wochen Pause
WOLFSBURG. Der Verdacht hat sich bestätigt: EHC-Profi Sasa Martinovic (25) fällt wegen eines Bandscheibenvorfalls vorerst aus. Wie lange er dem Wolfsburger Eishockey-Erstligisten fehlt, ist offen und hängt davon ab, ob er operiert werden muss oder nicht.
"Wir behandeln Sasa erst einmal konservativ", berichtet Mannschaftsarzt Dr. Frank Maier. Der Orthopäde hofft, dass die geplante Behandlung anschlägt. "Am Dienstag wird der Spieler unter dem Kernspintomographen unter radiologischer Kontrolle gespritzt. Das ist wie mit GPS-Navigation im Auto. Man kann die Stelle ganz genau lokalisieren." Die Verletzung drücke auf eine Nervenwurzel, Lähmungen habe sie aber noch keine verursacht.
Ziel sei es nun, dass Gewebe mit Spritzen zu entspannen und die Entzündung an der Nervenwurzel in den Griff zu bekommen. "Nach etwa 14 Tagen weiß man, ob die konservative Behandlung angeschlagen hat. Sollte es in der Zeit keine positiven Veränderungen gegeben haben, muss doch operiert werden."
Und wie lange müssen die Grizzlys mindestens auf Martinovic verzichten? Schlage die konservative Behandlung an, könne es gelingen, den Spieler innerhalb von drei bis sechs Wochen wieder spielfähig zu bekommen. "Eishockey ist prädestiniert für diese Art von Verletzung", sagt der Orthopäde.
Im Falle einer Operation dauert es länger. Dr. Maier vergleicht den Fall Martinovic mit dem des VfL-Profis Arne Friedrich. Der wurde jüngst operiert und steht laut VfL-Manager Dieter Hoeneß nicht vor Dezember wieder zur Verfügung.
Mit Mike Green fällt bereits ein anderer EHC-Spieler aufgrund eines Bandscheibenvorfalls monatelang aus. Am 9. Juli wurde der 30-jährige Kanadier in seiner Wahlheimat Texas operiert, durfte dann sechs Wochen nichts machen. Frühestens im November erwarten ihn die EHC-Macher zurück. Im Vergleich zu Green sieht es aber bei Martinovic besser aus, erklärt Dr. Maier: "Bei Mike war es bereits der dritte Bandscheibenvorfall. Sasa hatte bisher keine Probleme." Das bedeute, dass die verletzten Stellen noch nicht durch vorherige Eingriffe und Narbengewebe vorbelastet seien.
Durch Martinovic Ausfall wird es enger in der EHC-Abwehr. "Wir haben aber noch sechs Verteidiger und in den ersten Wochen der Saison nur wenige Spiele. Konditionelle Probleme sollten wir nicht bekommen", sagt Sportdirektor Charly Fliegauf. Aber wehe, es fällt noch einer aus













