aber Mini-Siegprämie trübt die Stimmung
Pokal-Vermarktungspleite sorgt für lange Gesichter bei den Finalisten Nur 8000 statt 20 000 Euro für den EHC
WOLFSBURG. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze in diesem Jahr gilt die Binsenweisheit beim Eishockey ganz besonders für die Prämienregelung. Statt wie in den Vorjahren 20 000 Euro gab es diesmal nur 8000 Euro für den Gewinner. Das trübte die Stimmung beim siegreichen EHC Wolfsburg.
Zumal: Finalist Hannover Scorpions erhielt eine Summe in gleicher Höhe. Darauf hatten sich beide Klubs aus der Not heraus schon vor dem Match geeinigt. Denn: Es standen insgesamt nur 16 000 Euro zur Vergabe. Die hätten schon für den Sieger nicht gereicht, für die üblichen 10 000 Euro für den Verlierer erst recht nicht. Was war passiert?
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga, erklärt das Problem wie folgt: In den Vorjahren zahlte jeder teilnehmende Klub ein Startgeld in Höhe von 1000 Euro. Bei 32 Klubs befanden sich dann 32 000 Euro im Pott. 30 000 davon wurden an die Finalisten ausgeschüttet. Der Rest ging für Spesen und andere Ausgaben wie Medaillen drauf. In diesem Jahr planten die Verantwortlichen jedoch anders. "Erstmals sollte eine Vermarktungsagentur aus Augsburg den Pokal vermarkten. Die Sponsorengelder sollten anteilig unter den Finalisten aufgeteilt werden", sagt Tripcke. Der Versuch schlug fehl, die Einnahmen waren gleich null.
Kurzfristig probierten Tripcke und Co., zur alten Antrittsgeld-Regelung zurückzukehren. So stellte die DEL 16 000 Euro für ihre 16 Klubs bereit. Die ESBG, in der die Klubs der 2. Liga und Oberliga organisiert sind, weigerten sich jedoch, nachträglich zu bezahlen es fehlten 16 000 Euro im Vergleich zu 2008.
"Wir werden das Thema bei der nächsten Gesellschafterversammlung ansprechen", sagt EHC-Finanzgeschäftsführer Bernd Rumpel. "Nach der Prämie fürs Team bleiben dem Klub keine Einnahmen aus dem Pokal übrig. Den sportlichen Erfolg lassen wir uns dadurch aber nicht vermiesen. Wir hoffen zudem, dass der Finalsieg positive Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen in den nächsten Heimspielen hat", erklärt Rumpel.













