Asse-II-Förderturm muss saniert werden
Hans-Albert Lennartz verantwortet kaufmännische Aspekte der Atomschacht-Schließung
WOLFENBÜTTEL. Der Förderturm des einsturzgefährdeten Schachtes Asse II bei Remlingen im Kreis Wolfenbüttel spielt eine entscheidende Rolle bei der bevorstehenden Schließung des Atommüll-Lagers. Der Turm ist sanierungsbedürftig. Sollte die Bergung des atomaren Mülls beschlossen werden, muss die Traglast des Förderkorbes erhöht werden.
Termin und Umfang der möglichen Sanierung macht Hans-Albert Lennartz, neuer kaufmännischer Geschäftsführer der Asse GmbH, von der endgültigen Entscheidung über das Schließungsverfahren abhängig. Der 59-Jährige muss alle zur Diskussion stehenden Schließungsmöglichkeiten im Blick behalten, um die Realisierung so schnell wie möglich umsetzen zu können. In der Vorbereitung darauf sind Personalfragen zu klären, ebenso Verträge mit Fremdfirmen. Und er muss dabei die Kosten im Blick behalten, auch wenn Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) mehrfach betont hat, dass Geld keine Rolle bei der sicheren Schließung spielen dürfe.
Lennartz kennt Gabriel aus gemeinsamen politischen Zeiten in Hannover. Der Jurist war Landtagsabgeordneter der Grünen, außerdem Regierungspräsident in Hannover. Auf Wunsch Gabriels kam er in die Asse und wurde Nachfolger von Detlev Eck, der noch vom vorherigen Schacht-Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum München, berufen worden war. Seit Jahresbeginn ist Gabriels Bundesamt für Strahlenschutz Betreiber, die Asse GmbH ist für die Betriebsführung zuständig. Lennartz’ Partner ist der Diplom-Geologe Ulrich Kleemann als technischer Geschäftsführer.













