"Das ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera"
Bundestagskandidaten diskutieren über künftige Energiepolitik und die Probleme in der Asse
"Ich hüte mich davor, heute einfach zu sagen, der Atommüll muss aus der Asse rausgeholt werden", warnte der Braunschweiger FDP-Bundestagskandidat Florian Bernschneider bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in der Braunschweiger Brunsviga.
Er habe für solch eine Aussage gar nicht die richtige Ausbildung, sagte Bernschneider, der auf ein klares Votum der Experten hofft: "Ob Verfüllung oder Rückholung, das kann keiner hier sagen."
Bei der Veranstaltung, zu der das Energieforum Region Braunschweig eingeladen hatte, ging es auch um die Zukunft regenerativer Energien. Doch die Asse-Problematik weckte besondere Emotionen. "Es wird favorisiert, den Müll zurückzuholen, und er muss da auch wieder raus", sagte SPD-Kandidatin Carola Reimann. "Es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera." Sie verwies auf die Untersuchung der Optionen bis zum Jahresende.
Thomas Röver (Linke) riet davon ab, sich unbedacht für einen Lösungsweg zu entscheiden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) handele übereilt.
Helmut Blöcker (Grüne) sagte in Anspielung auf den Stadtputztag und die Regionsdebatte von Braunschweigs Oberbürgermeister: "Wenn Sie sich so um die Sauberkeit der Region kümmern, Herr Hoffmann, dann werden Sie doch auch mal in Sachen Atommüll tätig!"













