"Die meisten Studiengänge laufen gut"
Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz sagt der Reform einen Erfolg voraus
WOLFENBÜTTEL. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, sprach gestern Abend zur Eröffnung des Wolfenbütteler Themenjahres Kultur – Stadt – Technik über die "Motoren der Wissenschaft". Universalgelehrte hätten in der Antike die Entwicklung des Wissens vorangetrieben, später seien Universitäten hinzugekommen. Heute verstehe sich auch die Wissenschaftspolitik als Motor der Entwicklung, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung.
Margret Wintermantel brach eine Lanze für die in die Kritik geratenen Bachelor- und Masters-Studiengänge. "Die meisten Studiengänge laufen gut", sagte sie außerhalb des Vortrags. Wo es Schwierigkeiten gebe, seien die Hochschulen dabei, diese zu beheben und die Kritik der Studenten einzubeziehen. Im Rahmen von Thementagen würden die Probleme gemeinsam identifiziert und Lösungen werden.
Eine Alternative zu den neuen Studiengängen existiert aus Sicht der Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz nicht. "Es gibt internationale Vereinbarungen. Die Reform muss und wird ein Erfolg werden. Das sind wir den Studierenden schuldig."
Zu den früheren Diplom-Studiengängen zurückzukehren, sei keine Option. "Vor der Reform hatten wir eine hohe Abbrecherquote und zu wenig Absolventen. Außerdem dauerte das Studium zu lange", sagte die Professorin.
"Das System war reformbedürftig. Und dies ist vor dem Hintergrund des gemeinsamen europäischen Raumes in Angriff genommen worden."
Im Gegensatz zum früheren Vordiplom sei der Bachelor ein Hochschulabschluss, mit dem man sich qualifiziert für einen Beruf bewerben könne. "Wir haben eine Reform, die große Gestaltungsmöglichkeiten bietet", betonte Margret Wintermantel.
Dass Wolfenbüttel über Jahrhunderte hinweg Anreger und Wegbereiter der Wissenschaft war, will der Kulturstadtverein mit seinem Themenjahr deutlich machen. Die vielen Hochschul-, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in der Stadt zeigten, dass Wolfenbüttel auch Potenzial für die Zukunft habe.
Geplant sind im Themenjahr unter anderem Vorträge und Ausstellungen. Ein musikalisches Schlossfest soll den Höhepunkt bilden.













