Wahrstedter sind auf den Hammel gekommen
Klubmitglieder frönen dem Fleischgenuss – Erstes Tier schob vor 25 Jahren der Bäcker in den Ofen
HELMSTEDT. Ob als Keule, Filet oder ganzes Stück – wie das Fleisch serviert wird, ist den Mitgliedern des Wahrstedter Hammelklubs letztlich egal. Hauptsache, es schmeckt. Aus einer Bierlaune heraus gründeten die Männer aus dem Landkreis Helmstedt vor mehr als 25 Jahren ihren Klub.
Ein Hammel übrigens – für alle, die es nicht wissen – ist ein männliches, kastriertes Hausschaf. Ein solches pflegte damals bei einem Wahrstedter Dorfbewohner den Rasen, auf ökologische Art und Weise sozusagen. Der Mann habe nach einer Weile nicht gewusst, was anzufangen sei mit dem Tier, "und dann hatte jemand die Idee, dass wir es schlachten", erinnert sich Lothar Wenzel, Vorsitzender des Klubs.
Der Schlachter habe das Fleisch eingelegt und gewürzt, und der Bäcker habe es dann bei sich im Ofen gebacken, sagt Wenzel.
Zu dem ersten Hammelessen kamen 18 Männer. Seitdem treffen sich die Mitglieder vier Mal im Jahr, bei jeder zweiten Zusammenkunft gibt es Hammel. Hin und wieder wird dann auch gesungen: selbstverständlich Hammel-Lieder.
Die Klubmitglieder bezeichnen sich als lose Gemeinschaft mit Satzung – in der heißt es, Zweck der Gemeinschaft sei unter anderem, kalorienbewusst zu essen. Dass dieser Vorsatz fehlgeschlagen ist, zeigen die regelmäßigen Treffen, bei denen die Männer auf die Waage müssen. In 25 Jahren hat sich das Durchschnittsgewicht ordentlich erhöht: von 94,8 auf satte 105,5 Kilogramm.











