Keine Wahl für Schöppenstedter Schüler
Kreisstadt betont Schulbezirke – Schöningen sorgt sich um Standort
WOLFENBÜTTEL. Kein Wahlrecht zwischen dem Anna Sophianeum in Schöningen und den drei Gymnasien in Wolfenbüttel soll es künftig für Schöppenstedts Schüler geben. Das will der Schulausschuss des Wolfenbütteler Stadtrats.
Bislang konnten die Schöppenstedter zwischen den Schulen wählen, obwohl sie eigentlich zum Schulbezirk Wolfenbüttel gehören. Schöningen organisierte nämlich im Gegensatz zu den Wolfenbütteler Gymnasien ein Ganztagesangebot. Aber nun haben die Wolfenbütteler Schulen nachgezogen.
Ein zweites Argument für die Wahlfreiheit waren die langen Schulwege von Schöppenstedt nach Wolfenbüttel. Das Anna Sophianeum sei besser und schneller zu erreichen, argumentierte eine Elterninitiative. Nachdem die Schulwegzeiten optimiert worden seien, gebe es aber kaum noch Härtefälle, in denen Schüler länger als eine Stunde unterwegs seien, stellte der Wolfenbütteler Ausschuss nun fest. Die Schulbezirke seien wichtig, um planen zu können.
"Das ist frustrierend und enttäuschend", sagte Bettina Sievers von der Elterninitiative.
Enttäuscht reagierte auch Schöningens Bürgermeister Matthias Wunderling-Weilbier. Traditionell gebe es eine Bindung von Schülern aus Schöppenstedt und den Nachbardörfern zum Gymnasium Anna Sophianeum. "Mit großer Sorge sehe ich mit dem Abschaffen der Wahlfreiheit eine Beeinträchtigung für den Schulstandort Schöningen", bedauert der Bürgermeister.













