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14. Februar 2012
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Energiesparen soll sich für Schüler auszahlen

Gemeinde Lehre und vier Grundschulleiter unterschreiben 50:50-Umwelt-Energie-Projekt

Von Stefani Franzke

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HELMSTEDT. Gespart werden muss in der Gemeinde Lehre überall. Knapp 30 Millionen Euro Schulden hat die kleine Kommune im Landkreis Helmstedt inzwischen angehäuft. Das jüngste Projekt, das die Verwaltung zur Kostensenkung in Angriff genommen hat, dient allerdings nicht nur dem Sparzwang, sondern ist zugleich pädagogisch wertvoll.

Gestern unterschrieben die Leiter der vier Grundschulen in Lehre und Bürgermeister Klaus Westphal einen Vertrag. Das 50:50-Umwelt-Energie-Projekt sichert den Schulen 50 Prozent des Betrages zu, den sie in Sachen Strom, Wasser, Gas und Müll einsparen. Ein Jahr laufen die Verträge mit den Schulen zunächst. "Bei Erfolg ist eine Fortsetzung vorgesehen", kündigte Westphal an.

Der Verwaltungschef hat keine konkrete Erwartung, wenn es um die Größe der Einsparungen geht. "Erfahrungswerte gibt es nicht. Wir machen das zum ersten Mal, sind selbst gespannt, was die Schulen einsparen", so Westphal. "Kinder und Lehrer können durch einen bewussten Umgang mit den Ressourcen die Haushaltskonsolidierung unterstützen."

Wichtig ist Lehrern und Verwaltung der pädagogische Hintergrund der Aktion. Westphal: "Umweltbewusstsein können die Kinder nicht früh genug entwickeln."

Wie die Pädagogen das Projekt umsetzen, bleibt ihnen überlassen. Die Schüler können zum Beispiel Energie-Teams bilden, die ihre Mitschüler anleiten und darauf achten, dass alle Tipps und Möglichkeiten umgesetzt werden. Das Thema eines Projekttags könnte lauten "Heizung runter – Fenster auf".

Vermittelt hat die Gemeinde Lehre bereits Kontakte zu Fachleuten in Sachen Energie und Müll. So stehen Mitarbeiter der Kreisverwaltung und eines Energiekonzerns bereit, um ihr Wissen im Unterricht zu vermitteln.

Das Projekt soll praxisnah und effektiv sein. Am Ende soll schließlich ein zählbarer Erfolg eingefahren werden. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Konten der vier Grundschulen und die arg gebeutelte Gemeindekasse in Lehre.

Freitag, 12.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11904279/menuid/7534512
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