Die Jugend redet und gestaltet mit
27 Schüler bilden ein Parlament, das die politischen Ausschüsse des Stadtrats beraten soll
Sie sind zwischen 13 und 19 Jahre alt. Mitreden wollen sie und mitgestalten. Auf eigene Initiative gründeten sie das Wolfenbütteler Jugendparlament. Gestern trat das Gremium erstmals zusammen.
"Ihr habt Verantwortung dafür, dass die Meinungen und die Wünsche der Jugendlichen weitergetragen werden. Das ist eine Ehre und eine Bürde", sagte Philip Ballschuh. Er führte den Vorsitz der ersten Sitzung, bis der Vorstand das Jugendparlaments gewählt war.
Im grünen T-Shirt leitete der Schüler die Versammlung. In T-Shirts, Sweatshirts und Jeans saßen die meisten der Abgeordneten an den Tischen um ihn herum.
27 der 32 Mitglieder des Jugendparlaments waren zur ersten Sitzung erschienen. Sie alle besuchen weiterführende Schulen in Wolfenbüttel.
Mindestens ein Jahre Schulzeit müssen sie noch vor sich haben, das war Grundvoraussetzung, um sich für die Wahl aufstellen zu lassen.
Den Anstoß, ein Jugendparlament zu gründen, hatten drei Schüler des Gymnasiums Große Schule gegeben: Kim Rache, Christoph Haida und Felix Gaser. Haida stellte vergangenes Jahr einen offiziellen Antrag bei der Stadt. Unterstützung fand er beim Jugendausschuss und bei der Stadtjugendpflege.
Die Mitglieder wurden an allen weiterführenden Schulen der Stadt sowie an den Berufsbildenden Schulen gewählt. Jede Schule erhielt ein Grundmandat. Pro 300 Schüler kam ein weiteres Mandat hinzu.
Gewählt sind die Mitglieder für zwei Jahre. Sie sollen an den Sitzungen der städtischen Ausschüsse teilnehmen und dort die Interessen der Jugendlichen vertreten.
Mindestens viermal pro Jahr soll das Jugendparlament tagen. In Wolfenbüttel werden die Schüler aber wohl häufiger an einem Tisch sitzen, um Politik mitzugestalten. "Möglichst bald nach den Osterferien soll das nächste Treffen stattfinden", sagt die frisch gewählte Vorsitzende Kim Rache gestern.













