"Platz ist in der kleinsten Hütte"
Gabi Schaepers pflegt verletzte oder kranke Tiere gesund – und sucht für sie ein neues Zuhause
Gabi Schaepers hat schon vieles gesehen: Katzen, deren Becken nach einem Autounfall gebrochen war. Hunde mit nässenden Wunden. Tiere, die beschossen und schwer verletzt liegen gelassen wurden.
Dank der Gifhornerin bekommen sie eine reelle Chance auf Leben – und auf ein neues Zuhause. Denn Gabi Schaepers pflegt Hunde und Katzen gesund und vermittelt sie in neue Familien.
Dabei arbeitet sie eng mit dem Tierheim in Ribbesbüttel (Landkreis Gifhorn) und Tierärzten zusammen. Sie setzt Spritzen, cremt Wunden, gibt Medikamente. Das klappt zeitlich, obwohl sie voll berufstätig ist: "Kranke Tiere wollen häufig auch einfach ihre Ruhe haben."
Die Pflegehunde und -katzen leben gemeinsam mit Schaepers eigenen sieben Katzen und einem Hund zusammen in dem Haus bei Gifhorn. Auch diese Tiere sind ehemalige Pflegetiere, die Gabi Schaepers ans Herz gewachsen sind. Schwierigkeiten habe sie bislang kaum gehabt, wenn ein neues Pflegetier gekommen sei.
"Wenn es Probleme mit einer zweiten Katze gibt, hat oft nicht das Tier das Problem, sondern der Halter", ist Schaepers überzeugt. Darum habe sie auch mit besonderen Menschen zu tun, wenn sie für ihre Pfleglinge ein neues Zuhause suche: "Diese Menschen wollen selbst nicht perfekt sein und erwarten das auch von ihrem Tier nicht. Die freuen sich einfach über den Hund oder die Katze."
Dabei seien Garten und Freilauf nicht unbedingt Kriterien, um Tiere aufzunehmen. Könnten Hund oder Katze nicht sehen oder schlecht laufen, gebe es andere Prioritäten. Sie ist überzeugt: "Platz ist in der kleinsten Hütte."
Schaepers rät allen Tierfreunden, "Handicap-Tiere" aufzunehmen: "Man sollte wirklich den Mut dazu haben. Denn es sind ganz fantastische, sehr liebe und sehr dankbare Tiere."













