Verein will Altstadt als Wohnort aufwerten
Private Initiative ersinnt neue Nutzungsideen für Problem-Viertel im historischen Zentrum
Auch wenn in Helmstedt Teile der Innenstadt mit öffentlichen Fördermitteln bereits saniert worden sind, gibt es Gebäude und ganze Häuserfronten, die aus städtebaulicher Sicht Sorgenkinder sind. Vor allem in der Nähe der ehemaligen Universität befindet sich ein Quartier, das durch Leerstand geprägt ist.
Um es aus dem Schattendasein zu holen, hat sich ein Verein gegründet, der neue Nutzungsideen für die Altbauten und die Grundstücke entwickelt. Mit größeren, helleren Wohnungen ließen sich, so der Grundgedanke, wieder mehr Mieter ins historische Zentrum locken. Öde Garagenreihen abreißen und dafür blühende Innenhöfe schaffen, lautet ein weiterer Ansatz, der vor allem junge Familien ansprechen soll.
Die private Initiative, die sich Forum Kybitzstraße nennt, steht erst am Anfang: Zunächst müssen die Mitglieder Nachbarn und weitere Eigentümer überzeugen. Auch bietet sie bei Bedarf an, im Gespräch mit möglichen Investoren zu vermitteln.
Anreize für solche Vorhaben schafft der Bund mit Mitteln aus dem Förderprogramm "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau". Helmstedt ist bundesweit eines von 15 Modellprojekten. Mit Unterstützung der Stadt hat der Verein, der als Förderbedingung gegründet werden musste, das Viertel in seiner Bausubstanz erfasst und erste Vorschläge zur Sanierung und Umgestaltung eines Innenhofes gemacht. Der Verein besteht aus Eigentümern der Häuser im Quartier.
Wo Menschen wohnen, sollen sie auch arbeiten können. So schwebt den Ideengebern ein Künstlerhaus mit Ateliers und Galerie vor. Das dürfte den Helmstedter Kunstverein interessieren, der auf der Suche nach einem ständigen Ausstellungsraum ist.
In dem auch von ausländischen Mitbürgern bewohnten Viertel kam überdies der Vorschlag auf, ein so genanntes Integrationszentrum als Begegnungsstätte mit kulturellem Angebot einzurichten.













