VW-Affäre beschäftigt Amtsgericht Wolfsburg
Mehr als fünf Jahre nach Bekanntwerden der VW-Affäre um Schmiergelder und
Lustreisen muss sich am 21. September der letzte Hauptbeschuldigte vor Gericht
verantworten. Das Wolfsburger Amtsgericht verhandelt gegen den früheren
Personalchef der tschechischen VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster. Er hatte
Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt.
Schuster galt als eine der
Schlüsselfiguren in dem Skandal, der den Wolfsburger Autobauer 2005 bis in die
Grundfesten erschütterte. Er musste Mitte Juni 2005 seinen Posten in Prag
räumen, nachdem er verdächtigt wurde, Geld auf private Konten umgeleitet zu
haben, dass VW zustand. Von Schmiergeldern und Tarnfirmen war die Rede. Die
Ermittlungen konnten die Vorwürfe gegen ihn aber nur teilweise erhärten.
Im
Februar war Schuster wegen Untreue, Anstiftung zur Untreue, Beihilfe zum Betrug
und Bestechlichkeit mit einem Strafbefehl zu einer Freiheitsstrafe von einem
Jahr zur Bewährung verurteilt worden. Er legte dagegen Einspruch ein, deshalb
wird der Fall jetzt vor Gericht verhandelt. Wie das dafür zuständige Landgericht
Braunschweig am Mittwoch mitteilte, ist das persönliche Erscheinen Schusters zur
Hauptverhandlung aber nicht angeordnet worden und sei auch nicht zu erwarten.
Auch Zeugen sind nicht geladen. dpa













