Besser lernen durch Zeitlupenexperimente
GIFHORN Technische Universität beobachtet Calberlaher Realschüler beim Einsatz digitaler Technik
Nasse und beschädigte Ahorn-Samenkörner sowie Realschüler aus Calberlah im Kreis Gifhorn standen gestern im Fokus der Wissenschaft. Das Institut Fachdidaktik der Naturwissenschaften an der Technischen Universität (TU) Braunschweig will herausfinden, wie Schülern Unterrichtsinhalte besser vermittelt werden können als im üblichen Unterricht. Zum Beispiel durch den Einsatz moderner Technik: von Zeitlupenkameras.
"Wir machen Dinge sichtbar, die man sonst nicht sehen kann", sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dipl. Biol. Dagmar Hinrichs in diesem Fall den rotierenden Flug der Samenkörner mit ihrem Propellerflügel. Die Neuntklässler sollten herausfinden, ob nasse Samen schneller zu Boden fallen als trockene. Und ob Körner mit beschädigten Flügeln überhaupt noch segeln.
Müssen die Schüler zum besseren Lernen und zum Verstehen selbst die Kamera in die Hand nehmen? Oder reicht es, wenn sie nur die digitalen Filme am Computer auswerten? Wieviel Wissen bleibt dann tatsächlich haften? Wie groß ist ihre Motivation? All diese Fragen wollten die Braunschweiger Wissenschaftler beantwortet bekommen und ließen die Jugendlichen nach den Experimenten Fragebögen ausfüllen.
Gestern war erst der Start einer ganzen Versuchsreihe. Die Abteilung Biologie-Didaktik des TU-Institutes wird noch weitere Klassen in Calberlah und an Schulen in Braunschweig beim Einsatz der Zeitlupenkameras beobachten.













