Fliegen ist einfach himmlisch
Thomas Keller aus Ribbesbüttel hebt oft und gerne ab
RIBBESBÜTTEL. Er ist über einem brodelnden Vulkan in Indonesien gekreist, ist über den Dschungel von Borneo geflogen und entlang der neuseeländischen Steilküste: Thomas Keller erkundet die Welt aus der Vogelperspektive.
Der 44-Jährige aus Ribbesbüttel im Kreis Gifhorn ist mehrfacher Deutscher Meister im Motorschirmflug. "Angefangen habe ich vor 20 Jahren mit Paragliding", erzählt er. Im Skiurlaub sei das gewesen: "Die Sonne schien, der Schnee schmolz und da sahen wir am Himmel ein paar Schirme durch die Luft gleiten." Der Student Keller beschloss spontan, das Gleitschirmfliegen zu lernen. Damals war diese Sportart in Deutschland noch nicht sehr bekannt. Dass er irgendwann über Vulkane und Urwälder fliegen würde, hätte er damals aber nicht für möglich gehalten.
"1992 schnallte ich mir erstmals einen Motorantrieb auf den Rücken", erzählt Keller. Der Vorteil motorisierter Gleitschirme: Der Flieger ist unabhängiger von Wind und Wetter und kann überall fliegen. "Zum Paragliden braucht man einen Berg oder eine Winde beim Motorschirmfliegen kann ich theoretisch auf jedem Acker starten", sagt Keller. Als berufstätiger Familienvater sei das extrem praktisch.
Doch egal ob mit oder ohne Motor: Das Fliegen sei himmlisch. Keller schwärmt: "Man lässt den Alltag am Boden zurück und schwebt durch die Luft, völlig losgelöst von irdischen Problemen."
Indonesien oder Neuseeland sind besonders interessante Flugziele, aber auch im Braunschweiger Land kann man abheben: "Der Rammelsberg ist das Gleitschirm-Eldorado Norddeutschlands", sagt Thomas Keller.
Zum Reinschnuppern empfiehlt er einen Tandemflug egal ob mit oder ohne Motor. Wer allein fliegen möchte, muss erst eine Ausbildung absolvieren.
Knut Jäger von der Harzer Gleitschirm-Schule sagt: "Fliegen kann man in jedem Alter, wenn man gesund ist." Es sei leicht zu lernen und ein sicherer Sport, so der Experte.













