Über Stock und Stein der Nase nach
Maik Dieroff läuft gern durch die Natur
BRAUNSCHWEIG. 246 Kilometer von Athen nach Sparta, durch Lava-Geröll auf La Réunion, einmal rund um den Mont Blanc oder einfach quer durch den Harz oder den Elm. "Trail Running kann man überall machen", sagt Maik Dieroff. Er ist erklärter Fan dieser Sportart, die sich zu deutsch Querfeldein-Lauf nennt.
Das Besondere daran: Die Läufer nehmen den Weg, der ihnen gefällt. Durch Wald, über Felder oder auch einmal den Panzerweg hoch auf den Brocken. Hauptsache, man läuft durch die Wildnis. Kniehohe Brennnesseln, rutschige Abhänge das mögen die Querfeldein-Läufer.
Für den Extremsportler Dieroff kann die Strecke kaum wild und weit genug sein. "Am Verdun in Frankreich musste ich sogar zwischendurch richtig klettern." Ihn packte die Lust zum Querfeldein-Laufen schon als Kind. "In den Sommerferien ging es mit meinen Eltern immer nach Österreich, seither liebe ich es, über Berge zu laufen."
Mit sechs Jahren lief er seinen ersten Volkslauf, gewann ihn, und merkte, dass etwas in ihm steckt: die andauernde Lust aufs Laufen. Dieroff meisterte Marathonläufe, probierte Triathlon aus.
"Straßenläufe finde ich inzwischen langweilig, da geht es nur um Zeit, jeder läuft für sich und gegen die anderen", sagt der 39-Jährige. Das sei beim Trail Running anders. Meist sei man zusammen unterwegs, ob im Training oder im Wettkampf. "Wir sprechen viel beim Laufen, unterstützen uns gegenseitig, dabei entstehen Freundschaften."
Dieroff beschreibt die Faszination: Niemand sonst ist auf der Strecke, man konzentriert sich mehr aufs Laufen. "Der größte Reiz ist die Natur." Selbst Wanderern begegne man selten, denn sie bleiben auf ausgetretenen Wegen.
Im Prinzip kann jeder kreuz und quer durch den Wald laufen. Aber Dieroff warnt: "Man muss gut durchtrainiert sein, sonst verletzt man sich leicht." Schließlich muss man über Gräben springen und sich ducken, wenn ein Ast im Weg hängt. Die unterschiedlichen Schritte stärken die Muskeln. Auch der Orientierungssinn wird geschärft. "Ich kenne inzwischen fast jeden Baum im Harz."













