Edemisser Brötchen kommen ins Fernsehen
Peine: Martina Wrede hat Semmel mit zwei Oberhälften erfunden – Nominiert für Galileo Wissenspreis
Wer bekommt die bessere Brötchenhälfte? Diese Frage sorgt an vielen Frühstückstischen für reichlich Ärger. Denn: Die obere Hälfte ist heiß begehrt. Das weiche, weiße Innere kann so schön herausgepult werden, und die Kruste ist knuspriger als bei der unteren Hälfte.
Die Edemisserin Martina Wrede hat das Problem erkannt und ein Brötchen mit zwei Oberhälften erfunden. Die Idee der 46-Jährigen wurde nun für den Galileo Wissenspreis 2008 nominiert. Heute ist ein Film über ihr spezielles Brötchen ab 19.10 Uhr auf Pro Sieben im Fernsehen zu sehen.
"Ich selbst esse nie die Unterseiten der Brötchen", sagt Martina Wrede, die keineswegs Bäckerin, sondern Dozentin an der Peiner Kreisvolkshochschule ist. Mit speziellen Backblechen, die Bruder Anton Brtschitsch gebaut hat, ist ihr Traum vom Oberhälften-Brötchen wahr geworden. Ihre Idee hat sich die Edemisserin patentieren lassen.
"Bis wir die Mischung für das perfekte Brötchen gefunden hatten, hat es lange gedauert", erinnert sich Martina Wrede. "Noch heute ist meine Kühltruhe gut gefüllt mit Versuchsbrötchen."
Im Juli wurden ihre Semmel zum ersten Mal in Hannover verkauft. "Es war ein voller Erfolg", erinnert sich Martina Wrede. In Zukunft möchte sie groß in den Brötchenmarkt einsteigen. "Ich bin mir sicher, dass viele Menschen das Problem mit den überflüssigen Unterhälften kennen. Und das Brötchen ist nicht teurer als ein normales Körnerbrötchen." Obwohl sie schon Tausende von Brötchen gebacken hat, ist Martina Wrede der Appetit längst noch nicht vergangen. "Ich mag die Brötchen immer noch gerne", sagt sie. "Die Erfindung war mir eine Herzensangelegenheit."













