Schüler wünschen sich Hügel
Wolfenbüttel: Grundschule Salzdahlum - Pläne für kind- und umweltgerechten Schulhof
SALZDAHLUM. Die Schüler und Eltern der Grundschule Salzdahlum wollen ihren Schulhof kind- und umweltgerecht umgestalten. Dazu benötigen sie 16 000 Euro. Weil die Stadt diese Kosten nicht allein tragen kann, veranstalteten Lehrer, Schüler und Eltern am Freitag ein Schulfest. Der Erlös soll der Umgestaltung zugute kommen.
Für das Fest gab es noch einen Grund: Der Schulverein besteht seit 25 Jahren. Das Fest begann mit einer Familienrallye. Sie führte durch das Dorf zu mehreren Stationen. Dort mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden. Ziel war Buchheisters Hof, wo die Feier bei Lagerfeuer und Fackelschein stattfand.
Kreative Bauecke
Dort kamen Schüler, Lehrer und Eltern auch ins Gespräch über die Umgestaltung des Schulhofs. "Wir wollen unterschiedliche Bewegungsräume schaffen", sagte die kommissarische Schulleiterin Dörthe Neuber. So soll ein Hügel angelegt werden, der verschiedene Auf- und Abstiegsmöglichkeiten bietet. Der Hügel soll an der Stelle entstehen, an der es bislang nur Rasen gibt. "Wenn es regnet, ist der Rasen matschig und von den Kindern nicht zu nutzen", sagte Burkard Wald, Vorsitzender des Schulvereins.
Eingerichtet werden soll zudem eine mobile Bauecke. "Sie regt die Kreativität der Kinder an."
"Im Grunde genommen benötigen wir auch ein neues Pflaster auf dem Schulhof. Vor allem ebenmäßig muss es sein", fügte Wald hinzu. Denn nur auf ebenem Untergrund könne gut auf Rollen gefahren werden. In der Schule gebe es zudem ein Einrad, für das eine ebene Fläche ebenfalls erforderlich sei.
Das bestehende Klettergerät soll umgesetzt werden. Eine ruhige Ecke ("grünes Klassenzimmer") soll eingerichtet werden. Klassenbeete sollen angelegt werden. Auf freien Flächen sollen Ball- und Laufspiele möglich sein. Aber auch Schulveranstaltungen könnten hier stattfinden. Zudem soll es ein Basketballfeld geben. Bereits vorhanden ist ein Balancierbaum.
"Ein Problem besteht darin, dass wir alle Geräte, die wir aufstellen, auch selbst pflegen sollen. Das heißt, dass wir die Kosten dafür selbst tragen sollen", sagte Neuber.
Sie wünsche sich in diesem Bereich mehr Engagement der Stadt Wolfenbüttel, zumal die Unterhaltung und Instandhaltung von Schulhöfen Aufgabe des Schulträgers sei. Die Planungen für die Umgestaltung hat bereits die Diplom-Ingenieurin Dagmar Egge zu Papier gebracht.
"Die Stadt hat sich bislang nie an Investitionen für Geräteanschaffungen auf Schulhöfen beteiligt", betonte Martin Förster, Leiter der Schulabteilung der Stadtverwaltung. Gleichwohl unterstütze die Stadt flankierende Maßnahmen. "Wir können beispielsweise helfen, Geräte im Boden zu verankern. Auch Fallschutz wie Sand unter den Geräten kann von der Stadt gewährt werden", ergänzte Förster.
Olaf Danell, Beschwerdemanager der Stadt, nannte die Geitelschule als positives Beispiel: "Schule und Elternverein verschönerten den Schulhof und stellten Geräte auf. Als etwas kaputt ging, brachten der Verein und die Schule das Gerät selbst wieder in Ordnung."
Erlös wird ausgezählt
Am Wochenende will der Schulverein in Salzdahlum den Erlös des Festes auszählen. In dem Verein engagieren sich seit mehr als 25 Jahren Eltern ehrenamtlich. Sie vertreten die Interessen der Schulkinder und unterstützen die Lehrerinnen.













